{"id":84,"date":"2014-01-11T15:03:19","date_gmt":"2014-01-11T15:03:19","guid":{"rendered":"http:\/\/parkinson-blog.de\/?p=84"},"modified":"2014-01-11T15:03:28","modified_gmt":"2014-01-11T15:03:28","slug":"parkinson-durch-gifte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/parkinson-blog.de\/?p=84","title":{"rendered":"Parkinson durch Gifte"},"content":{"rendered":"<p>In vielen Berichten wird geschrieben, dass Parkinson durch Pflanzenschutzmittel wie Rotenon bei Versuchstieren einen Parkinson-\u00e4hnlichen Zustand ausl\u00f6sen kann. Dahinter steckt folgender Mechanismus: In den Nervenzellen der Darmwand bildet Rotenon Alpha-Synuclein. Das ist ein Eiwei\u00dfstoff, der stark im Verdacht steht, der Zerst\u00f6rung der Zellen der Schwarzen Substanz Vorschub zu leisten. Dieser Stoff nutzt Nervenverbindungen zwischen Darm und Gehirn \u00a0um die Schwarze Substanz zu erreichen. Auf seinem Weg dahin zerst\u00f6rt der Stoff andere Gehirnzellen, deren Auswirkung allerdings nicht so dramatisch ist, wie z.B. die Zerst\u00f6rung der Riechzellen. Daher ist der Verlust des Riechens ja auch eines der ersten Symptome bei MP.<\/p>\n<p>Ich stehe in Kontakt mit anderen MP-Patienten und einige berichten in ihrer Vita, dass sie mindestens einmal aber oft auch mehrfach einem sch\u00e4digendem Mittel ausgesetzt waren. Damit sind nicht nur Pflanzenschutzmittel gemeint. Auch Holzschutzmittel und Desinfektionsmittel stehen im Verdacht. Es f\u00e4llt auch auf, das MP Patienten oft einen sehr ruhigen B\u00fcrojob hatten und die Gifte nur beim Handwerken oder der Gartenarbeit eingesetzt wurden. Oft l\u00e4sst sich aber ein zeitlicher Zusammenhang zwischen Giftexposition und Beginn von MP. \u00a0Zwischen 3 Monaten und 3 Jahren nach der Exposition kam es zu den ersten MP-Anzeichen, die nat\u00fcrlich meistens nicht beachtet werden, wenn es sich um j\u00fcngere Menschen handelt. Allerdings muss eine pers\u00f6nliche genetische Vorbelastung oder andere Belastungsfaktoren hinzukommen, denn andere Personen, die dem gleichen Stoff ausgesetzt sind, werden nicht krank. Auch psychische Faktoren sind wahrscheinlich<\/p>\n<p>In meinem Fall war der Giftstoff CS-Gas, ein Reizstoff, der milit\u00e4risch und bei Polizeieins\u00e4tzen verwendet wird. Ich war damals Soldat im Studium und ein Kollege hatte so eine Gasgranate vor unserem Wohnblock gez\u00fcndet um uns zu \u00e4rgern. Leider direkt unter meinem offenen Fenster. Ich schlief schon und habe bestimmt sehr viel ein paar Minuten eingeatmet, bevor ich aufwachte und die Lunge brannte. Ich wusste ja nicht was los war und trank gleich mal viel Wasser, was richtig war. Danach war irgendwie alles anders ich f\u00fchlte mich sofort schlechter, hatte \u00c4ngste und f\u00fchlte mich vom Studium \u00fcberfordert. Ich musste es letztendlich im Hauptdiplom abbrechen. Auch die restliche Dienstzeit war schlimm, weil gleichzeitig mein Vater an Gehirntumor erkrankte. Trotzdem habe ich mir einen neuen Job erk\u00e4mpft und wurde Journalist. Zuerst konnte ich meine \u00c4ngste auch noch b\u00e4ndigen, aber es wurde immer schlimmer. Als mein Vater dann verstarb und ein Jahr sp\u00e4ter meine Stiefschwester das Leben nahm, ich mich mit einem Haus verschuldet hatte, war alles zu viel und ich bekam starke Parkinson-Symptome, vor allem Tremor, die durch die unverantwortliche Gabe eines Neuroleptikums noch schlimmer wurden. Danach wurde ich schwer depressiv und konnte 6 Wochen gar nicht arbeiten. Danach nahm ich die Arbeit wieder auf und erreichte mit Medikamenten und einem guten Psychologen eine Besserung. Bewegung durch Biken und Wandern tat mir gut und so gingen die Jahre ins Land. Depressiv, \u00c4ngstlich und Zittern blieben aber immer mein Begleiter. So \u00fcberstand ich auch die H\u00e4rten des heutigen Arbeitslebens und konnte auch viele sch\u00f6ne Urlaube, eine Trennung, eine Heirat und andere k\u00f6rperliche Beschwerden \u00fcberstehen. Erst als mein Stiefsohn bei einem Unfall vor 4 Jahren get\u00f6tet wurde, brachen die alten Wunden wieder auf, bis letztendlich 2013 MP diagnostiziert wurde.<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zu den Giftstoffen. Ich habe einige Berichte gefunden, wonach Amerikanische Soldaten, die dem Entlaubungsmittel Agent Orange ausgesetzt waren, vermehrt MP entwickeln. Gleiches gilt f\u00fcr das zum Gl\u00fcck verbotene DDT einem Insektizid, dass gegen Kopfl\u00e4use eingesetzt wurde. Es wurde in Deutschland zuletzt vor allem in den neuen Bundesl\u00e4ndern als Zusatz zu Holzschutzmitteln eingesetzt. Wer solche H\u00e4user abgerissen hat, der wurde dem freiwerdenden DDT ausgesetzt, drin wohnen war nat\u00fcrlich auch nicht so sehr gesund.<\/p>\n<p>Bitte schreibt mir, wenn Ihr auch einen Stoff in Verdacht habt, dass er euer MP verursacht hat, ich werde es dann hier zusammenfassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In vielen Berichten wird geschrieben, dass Parkinson durch Pflanzenschutzmittel wie Rotenon bei Versuchstieren einen Parkinson-\u00e4hnlichen Zustand ausl\u00f6sen kann. Dahinter steckt folgender Mechanismus: In den Nervenzellen der Darmwand bildet Rotenon Alpha-Synuclein. Das ist ein Eiwei\u00dfstoff, der stark im Verdacht steht, der Zerst\u00f6rung der Zellen der Schwarzen Substanz Vorschub zu leisten. 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